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Galerie Szaal

Josef Bramer

geboren 1948, Wien
Josef Bramers Gemälde und Aquarelle rufen durch die meisterliche Beherrschung der malerischen Mittel Bewunderung im Betrachter hervor. So einfach und klar die Bilder auf den ersten Blick wirken mögen, so komplex sind ihre Inhalte, so vielseitig ihre Deutungsmöglichkeiten. Immer aber sind Bramers Werke unverwechselbar hinsichtlich Thematik, Kolorit, Farbauftrag und Komposition. Mit seiner Ausbildung an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt und an der Akademie der bildenden Künste legte Josef Bramer ein solides Fundament für seine weitere Entwicklung. Der junge Künstler war fasziniert von der malerischen Qualität Alter Meister und verbrachte während seiner Studienjahre viele Tage im Kunsthistorischen Museum und im Oberen Belvedere. Hier ging er deren maltechnischen Geheimnissen auf den Grund und entwickelte aus den gewonnenen Erkenntnissen seine eigene Lasurtechnik auf Leinwand mit seidig-matter Oberfläche. Nach Abschluss seines Studiums verblieb Bramer zunächst als Assistent in der Meisterklasse von Rudolf Hausner. Dessen Emeritierung nahm er jedoch zum Anlass, sich nunmehr ganz seiner Malerei zu widmen.
Bei Josef Bramer beginnt alles mit einer Idee: der Farbkomposition, dem Bildaufbau – erst dann werden konkrete Gegenstände und Figuren zu einem rhythmisch stimmigen Ganzen gefügt. „Aus dem Persönlichen erwächst das Allgemeine“, meint der Maler dazu und ergänzt: „Bei mir sind Bilder dann gut, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mir etwas von der Seele gemalt habe und dass ich eine Botschaft vermitteln kann.“ Dennoch ist Bramer kein Fotorealist, seine Gemälde leben vielmehr von Verfremdungen. Objekte werden verformt und geändert, zu einer persönlichen Symbolsprache kondensiert. Abstrakt-flächige und plastisch bis ins Detail gestaltete Elemente werden dabei bewusst kontrastiert. Das Wesen seiner Kunst ist also keineswegs schlichte Anschauung. Bramer stellt vielmehr „tiefere Wirklichkeiten“ dar, in denen ihm sowohl stilisierte Landschaften als auch das Familienbild wichtige Anliegen sind. Oft begegnet uns in den Bildern die für den Maler zum „Alter Ego“ gewordene Figur des Kaspar. Kaspar verkörpert das Staunen, mit dem nach Platon alle Erkenntnis beginnt, und verbindet darüber hinaus unkonventionelle Sichtweisen mit den lebensklugen Einsichten geistiger Reife.

Seinen Entschluss, realistisch zu malen, fasste Josef Bramer aus der Überzeugung, mit seinen Darstellungen nicht so sehr zur „Vermessung der Welt“ (Daniel Kehlmann), als vielmehr zu deren Verbesserung beitragen zu können. So geht der Künstler seit vielen Jahren unbeirrbar seinen Weg, und unzählige Ehrungen, Ankäufe und Museumsausstellungen würdigen diesen. Kunsthistorisch ist Josef Bramer keinen Strömungen zuzuordnen, sondern vielmehr von unverwechselbarer Zeitlosigkeit. Doch kommt es ihm in seinen Bildschöpfungen – wie Arnulf Rainer, Joseph Beuys oder Andy Warhol – sehr wohl auf den Gegenwartsbezug an. Allerdings hat seine Bildsprache andere Facetten, eine andere Poesie. Der Arbeitsprozess ist für ihn ein wichtiger Teil der Aussage seiner Bilder. Denn wenn er tage- und wochenlang an einem Werk arbeitet und hunderttausende feinste Pinselstriche malt, dann sind Geduld und Ausdauer auch als Kritik an unserer so hektisch gewordenen Zeit zu verstehen. Josef Bramer ist ein bewusster Maler, der sich Gedanken macht und nicht leichtfertig mit seiner Begabung umgeht. In seinen Werken ist „Schönheit nie nur glatte Oberfläche und elegante Erscheinung, sondern beginnt tief innen und hat benennbare Werte und Inhalte.“ (Angelica Bäumer)

Erinnerung an die Kindheit

Südliche Landschaft mit Olivenbaum

Vier Jahreszeiten

Öl auf Leinwand
monogrammiert, bezeichnet und datiert (20)17
70 x 70 cm (mit Objektrahmung 100 x 100 cm)
Öl auf Leinwand
monogrammiert, datiert (20)21
100 x 100 cm
Aquarell auf Karton
monogrammiert, datiert (20)22 und verso bezeichnet
31,8 x 31,8 cm

Erinnerung an die Kindheit

Öl auf Leinwand
monogrammiert, bezeichnet und datiert (20)17
70 x 70 cm (mit Objektrahmung 100 x 100 cm)

Südliche Landschaft mit Olivenbaum

Öl auf Leinwand
monogrammiert, datiert (20)21
100 x 100 cm

Vier Jahreszeiten

Aquarell auf Karton
monogrammiert, datiert (20)22 und verso bezeichnet
31,8 x 31,8 cm

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