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Galerie Szaal

Lawrentij Berija

1953 im Zentralkomitee der KPdSU verhaftet
Lawrentij Berija stammte aus einer armen Bauernfamilie im Nordwesten Georgiens. In seiner Jugend arbeitete er zunächst als Spion im Untergrund. 1921 wurde er Mitglied des Inlandsgeheimdienstes der Kommunistischen Partei, bereits 1926 georgischer Chef des GPU und 1931 Vorsitzender der Kommunistischen Partei in Georgien. 1938 geriet er im Zuge der Stalinistischen Säuberung selbst ins Visier des Geheimdienstes, konnte jedoch Josef Stalin von seiner Loyalität überzeugen. Noch im selben Jahr wurde er Chef des Geheimdienstes NKWD und führte als solcher die stalinistischen Säuberungen fort. 1941 wurde er Mitglied im staatlichen Verteidigungskomitee, 1944 beaufsichtigte er die Verschleppung von 500.000 Tschetschenen und Inguschen. Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg wurde Berija von Stalin zum Verantwortlichen für den Bau einer sowjetischen Atombombe gemacht. 1949 konnte die erste Plutoniumbombe gezündet werden. Nach dem Tod Stalins am 5. März 1953 entbrannte ein Machtkampf, im Zuge dessen Berija in der Sitzung des Zentralkomitees der KPdSU unter Vorsitz von Nikita Chruschtschow am 26. Juni 1953 verhaftet wurde. Bei dem Prozess vor einem besonderen Tribunal des Obersten Gerichtshofs wurde am 23. Dezember 1953 das Todesurteil ausgesprochen und noch am gleichen Tag durch Erschießen vollstreckt.
Kristian Sotriffer, sonst eher kritisch zu den Werken Packs eingestellt, schrieb in seinem Artikel anlässlich der Ausstellung des Künstlers im Jahr 1968 in der Galerie Würthle: „Das beste Bild der Ausstellung ist für mich ein großes, weitgehend von Zwängen aller Art befreites, hervorragend komponiertes „Historienbild“ neuer Prägung mit dem Titel „Lawrentij Berija wird 1953 im Zentralkomitee der KPdSU verhaftet“. Es ist ein Bild, das frei ist von Fragen nach Herkommen und Stil, weil es in sich stimmt und weil Pack sich an ihm engagiert hat, wie vielleicht an keinem zweiten.“

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