geboren 1949 Leopoldsdorf

 „Die Versuche, Gegensätze auszugleichen, sind die eigentlichen Grundmotive, die meine Arbeiten seit Jahren prägen. Dazu kommt das Bestreben, jedem Motiv auch die ihm einzig entsprechende Handschrift zu geben, was zu stilistischen Sprüngen und dem Nebeneinander ästhetisch scheinbar unverträglicher Elemente führt.“ Roman Scheidl

In Roman Scheidls Malerei hat alles Platz: die Abstraktion, die Figuration und die Erzählung. Roman Scheidl pendelt im kreativen Austausch zwischen den beiden scheinbar widersprüchlichen Polen, der Tuschpinselzeichnung und der Ölmalerei, hin und her.

In der Tuschzeichnung zeigt sich seine außergewöhnliche Meisterschaft in der Pinselführung. Das Ein- und Ausatmen des Universums begleitet den Strich und lässt dabei Bilder entstehen, die sich zu bewegen scheinen. Oft spielt der Tanz eine große Rolle, und die abstrakten Kürzel in den Zeichnungen umschmeicheln die schwebenden Elemente wie kleine Erzählungen.

In der Ölmalerei hingegen spricht er aus der europäischen Tradition, wobei die Themen meist poetisch und philosophisch existentieller Natur sind. Die Darstellung von Bewegung und Licht, Natur und Raum, Erzählung und Abstraktion ist seit vielen Jahren sein zentrales Anliegen.

Darüber hinaus tritt Roman Scheidl für den Pluralismus in der Kunst ein und für das Gesamtkunstwerk – eine Intention, die ihn mit dem wichtigen Schweizer Museumsleiter und Ausstellungsmacher Harald Szeemann verband.

Diesem Anspruch wird auch sein eigenes Schaffen gerecht. Seit vielen Jahren arbeitet er mit der Künstlerin Katharina Puschnig unter dem Namen TAMAMU Café auf der Bühne und für Film und Fernsehen zusammen. In den Jahren 2001-2017 zeigten Puschnig und Scheidl Produktionen in Österreich, Deutschland, Schweden, in der Schweiz und in Japan. Darüber hinaus entstanden seit 2004 über hundert Zeichenfilme für den ORF und den Kultursenders des bayrischen Fernsehens, BR-alpha, sowie 2015 und 2016 sieben Zeichenfilme für die Tiroler Filmfirma KARI-Film.

„Die Kunst ist für Roman Scheidl längst zur Lebensform geworden. In ihr drückt er sich aus, in ihr findet er alle Erklärungsmodelle des Lebens, die auch nie ausgeschöpft werden können. Er variiert heute die unterschiedlichen Methoden und Verfahrensweisen. In dieser Gleichzeitigkeit von Performance (Life-Zeichnung), Zeichnung, Malerei, Keramik, Film, Theater und Poesie ereignet sich sein vielfältiges Werk. Man kann es nicht festlegen und eindeutig zuordnen. Vom einen angezogen, das andere verlassend, zum nächsten immer wieder aufbrechend ergibt sich eine Dynamik, die sich taoistisch lesen lässt und die eher nach dem Weg fragt, als dass sie ein bestimmtes Ziel formuliert.“ (Günther Holler-Schuster)

 


Scheibl Hubert
Scheidl Roman
Schmalix Hubert
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Schwertberger De Es
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Szaal Adrian
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien

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