geboren 1964 Tübingen

 Karen Holländer wurde 1964 in Tübingen geboren. Seit dem Abschluss ihres Studiums in Paris an der Académie Peninghen und an der Akademie der bildenden Künste in Wien ist sie als freischaffende Malerin tätig. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung in Galerien und Museen wie z.B. 2006 in der Sammlung Essl zu sehen.

Die Bilder Karen Holländers sind von einer ruhigen poetischen Lyrik geprägt, denen dennoch eine irritierende Intensität eigen ist. Sie sind nie ausschweifend erzählerisch. Fast ist man versucht zu sagen, dass die Künstlerin die Komplexität der inneren Wahrnehmung abstrahiert, denn erst die künstlerische Übersetzung und Reduktion ermöglicht jene Klarheit ihrer Bilder. Stets hat man den Eindruck, diese entstehen aus einer inneren Notwendigkeit heraus – nicht als eruptiver Rundumschlag, sondern analysierend und reflektierend.

Einzelne Motive prägen dabei oft eine zusammenhängende Werkserie, wie jene der „Labyrinthe“. Karen Holländer versteht es, emotionale Zustände in das Medium der Malerei zu übersetzen, die weit mehr aussagen, als eine reine dokumentarische Abbildung es vermag. Die Ästhetik ihrer Bildkompositionen und die reduzierte Palette intensivieren die inhaltliche Thematik und dokumentieren zugleich die den Motiven innewohnende Schönheit.

 Der Malerin Karen Holländer ist eine genaue Beobachterin des Alltages. Sie folgt jedoch mit ihrem Blick nicht der Oberfläche, sondern versucht, hinter das nach außen hin Sichtbare zu schauen und uns die Welt mittels ihrer Werke sichtbar zu machen.


Hammerstiel Robert
Höfinger Oskar
Holländer Karen
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien

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