Wien 1865 – 1953 Dürnstein

Nachdem schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannte österreichische Künstler wie Jakob und Rudolf von Alt oder Thomas Ender ihre Eindrücke der Wachau in reizvollen Landschaftsdarstellungen festgehalten hatten, waren es um 1870 bis 1880 die Maler Robert Russ, Leopold Carl Müller und Emil Jakob Schindler, die mit ihren Werken die Schönheiten dieser Gegend einem breiten Publikum näher brachten. Was die Künstler an der Wachau besonders faszinierte, waren Licht- und Farbstimmungen, die sonst nur in südlicheren Gegenden, etwa in Südtirol, in dieser Art zu finden waren. Im Jahr 1888 traf auch Akademie-Professor Eduard Peithner von Lichtenfels mit seiner Landschaftsmalklasse zu Studienzwecken in Dürnstein ein. Für einen seiner Schüler, den jungen Maximilian Suppantschitsch, wurde dieser Aufenthalt zum einschneidenden Erlebnis: Der Künstler entwickelte sich in der Folge zum vielleicht bedeutendsten Wachau-Maler, einem wahren Chronisten dieser Landschaft. Dabei stand sein Frühwerk noch unter dem Einfluss seines Lehrers an der Akademie. Er malte seine Landschaftsbilder in pathetischem Stil, dunkel im Farbaufbau und streng in der Komposition. Dies änderte sich jedoch um die Jahrhundertwende. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand eine Vielfalt von Wachau-Ansichten in weichen und zarten Farben. Neben zahlreichen beeindruckenden Landschaftsgemälden hinterließ Suppantschitsch unzählige Bleistiftskizzen und –studien von architektonischen Details, wie Portalen, Erkern oder Höfen, die er zu seinem eigenen Gebrauch anfertigte. Heute wird ein Großteil dieser Skizzen, die aufgrund ihrer Detailtreue bedeutende topographische Dokumente aus der Wachaus darstellen, im Niederösterreichischen Landesmuseum aufbewahrt.


Saar von Karl
Schatz Otto Rudolf
Schrom Ernst
Simony Stefan
Suppantschitsch Maximilian
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien